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Die höchste Auszeichnung im Journalismus, der Pulitzer Preis, ging dieses Jahr an das Washington Post Projekt mit dem Titel „2 Celsius: Beyond the Limit“.

Wie kam es dazu? Ende 2018 bemerkte der Umweltjournalist der Washington Post, Chris Mooney, dass viele Orte auf der Erde im vorigen Jahrhundert im Durchschnitt wärmer geworden waren. In Klimastudien von Puerto Rico und der Mojave-Wüste sah er dazu ein wichtiges Detail: Diese Standorte erwärmten sich viel schneller als der globale Durchschnitt, was katastrophale Auswirkungen hatte. Die Studien deuteten darauf hin, dass steigende Temperaturen ein ungleichmäßiges Phänomen sind, das einige Teile der Welt stärker betrifft als andere. Mooney sagte, diese Studien haben ihm „das Gefühl gegeben, dass es ein gemeinsames Thema gibt, in dem Regionen mit ungewöhnlich hoher Erwärmung eine Art bizarres Gefühl haben oder dramatische Umwälzungen des Ökosystems erleben. “

Einige Orte erhitzen stärker und schneller

Mooney besprach die Problematik mit seiner Herausgeberin und fokussierte sich auf eine Reihe von Artikeln, Fotos, Videos und Grafiken. Seine Bemühungen, jene Orte auf dem Planeten zu dokumentieren, die sich überdurchschnittlich erwärmt hatten, beschäftigten schließlich 53 Mitarbeiter*innen, wie Reporter, Redakteure, Redakteure, Grafikspezialisten, Designer, Videografen und Fotografen. Das Projekt „macht deutlich, wie dringend diese Angelegenheit ist„, sagte Martin Baron, Herausgeber der Post. „Das Leben und der Lebensunterhalt der Menschen verschwinden. Es ist nicht unsere Aufgabe, Richtlinien oder Empfehlungen zu geben, was dagegen zu tun ist, aber [diese Arbeit] dient als Warnung„.

Durch das Sammeln und die Analyse von Temperaturdaten aus der ganzen Welt, die zeitlich bis ins späte 19. Jahrhundert zurückreichten, stellten die Washington Post-Mitarbeit*innen fest, dass sich ungefähr 10 Prozent des Planeten bereits um mindestens 2 Grad Celsius erwärmt haben. Klimaforscher haben gewarnt, dass ein Anstieg um zwei Grad für den gesamten Planeten zu katastrophalen Bedingungen führen könnte.

Strapaziöse Wege zu den Recherchen

Um über diese Erwärmungsbedingungen zu berichten, reisten Mooney und seine Kolleg*innen zu einem Dutzend Hotspots, etwa in Australien, Sibirien, Katar und Angola. Sie berichteten über die Zerstörung der Seetangwälder Tasmaniens aufgrund der Erwärmung des Ozeans oder über Katars Klimatisierung von Außenräumen bei unerträglicher Hitze. Einige der Recherchen hatten erfolgten unter außergewöhnlichen Bedingungen: ein Fotograf verbrachte zwei Tage in einem offenen 15-Fuß-Boot, um einen abgelegenen Teil Ostrusslands zu erreichen. Oder eine Reporterin reiste im Gepäckraum eines kleinen Flugzeugs zu einem See in Alaska.

Die Verleihung des Pulitzer Preises durch die Journalistenschule der Columbia University wurde in diesem Jahr durch das Herunterfahren aufgrund des Coronavirus um zwei Wochen verschoben.

Quelle: www.washingtonpost.com/lifestyle/media/washington-post-wins-pulitzer-prize-for-series-that-detailed-environmental-devastation-in-global-hot-spots

Foto:  Piyaset / Shutterstock

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