Bernd Kasper / pixelio.de
Bernd Kasper / pixelio.de

Die Anzahl der Menschen, die in die Schweiz reisen, um dort selbstbestimmt sterben zu wollen, wächst. Das berichtete gestern pressetext und verwies auf eine Studie des Instituts für Rechtsmedizin der Universität Zürich und einen Artikel im “Journal of Medical Ethics“. Forscher meinten, dass nicht tödliche Erkrankungen oder Erkrankungen, die noch nicht ihr Endstadium erreicht haben, immer häufiger der Grund für einen assistierten Selbstmord in der Schweiz sein könnten. Den Menschen wird eine tödlich endenden Krankheiten diagnostiziert und bevor die Menschen ihr Endstadium antreten wollen, wählen sie lieber die assistierten Selbsttötung in der Schweiz. “Wir wissen, dass viele die Reise früher antreten, als sie es eigentlich wollen würden, weil sie dann noch reisefähig sind.” so Michael Charouneau von Dignity in Dying dazu.

Wir leben im Jetzt und glauben aus diesem jetzt heraus in die Zukunft blicken zu können? Und unseren Tod voraussehen zu können? Und bevor dieser eintritt, entscheiden wir uns lieber, schneller zu sein und unserem Leben ein Ende zu setzen? In welch komischen Welt wir doch heute leben, dass wir das glauben. Hinterfragen wir dies nochmals anders: Wir glauben fremden Menschen mehr, wenn sie ein Urteil über uns selbst und unserem Körper sprechen und wenn wir als Konsequenz daraus dann das Konsumangebot eines anderes Landes annehmen, um uns dort gegen Geldleistung ein Ende setzen zu können – dann nennen wir das selbstbestimmt? Was stellen wir uns denn dann eigentlich unter einem selbstbestimmten Leben vor?

Posted by Evelyne Huber

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