Nachhaltigkeitskommunikation

Von Evelyne Huber und Claus Reitan

CCCA Stellungnahme zur KES

Das Österreichisches Klimaforschungsnetzwerk CCCA schrieb am 3. April 2018 eine Stellungnahme zum Entwurf der Klima- und Energiestrategie (KES) an die Bundesregierung für deren Konsultationsprozess. Sie stützte sich dabei auf ihre im Februar 2018 übermittelte Zusammenstellung „Eckpunkte für eine Integrierte Klima- und Energiestrategie“.

Erweiterung & Übereinstimmung

Sie verwies in dieser Stellungnahme, dass sie als Klimawissenschafter*innen  in ihrer täglichen Arbeit zum einen mit der Analyse und Vorhersage der Folgen eines ungebremsten Klimawandels konfrontiert sind, zum anderen sehen sie auch die großen Chancen, die mit der Umsetzung der Maßnahmen des Klimaschutzes verbunden sind. In Übereinstimmung mit dem KES Entwurf schätzen sie es daher für das Land ebenso als zentral ein, dass 

  • „die Bundesregierung .. Verantwortung für einen konsequenten Dekarbonisierungspfad bis 2050 [übernimmt].“ (KES, S. 6) 
  • „Österreich […] auf den Weg der Transformation zu einem möglichst effizienten und klimaneutralen Energie-, Mobilitäts- und Wirtschaftssystem“ einschwenkt (KES, S.6) 
  • „Österreich bis 2050 einen Ausstieg aus der fossilen Energiewirtschaft (´die Dekarbonisierung´) anstrebt“ (KES, S. 14) 
  • „die stärkere Verankerung der Themen Energienutzung, Energieeffizienz, Ressourcen und Klimaschutz entlang der gesamten Bildungskette … einerseits zu kurzfristig wirksamen Verhaltensänderungen beitragen und andererseits langfristig ein Umdenken herbeiführen“ soll. (KES, S. 40) 

Pariser Übereinkommen 2016

Ausgehend von den Zielen, denen Österreich sich mit der Ratifizierung des Pariser Übereinkommens 2016 angeschlossen hat und die in der KES konkretisiert werden sollten, gaben die Klimawissenschafter*innen daher in ihrer Stellungnahme einige Beobachtungen weiter und brachten Vorschläge ein. Dies geschah in der Absicht, einen Beitrag dazu zu leisten, dass Österreich seine international zugesagten Ziele auch tatsächlich erreichen sollte, was nach Einschätzung dee Klimawissenschafter*innen mit den im Entwurf der KES verankerten Maßnahmen nicht gewährleistet war. 

Sachstandsbericht Klimawandel 2014

In ihrer Stellungnahme stützten sich die Klimawissenschafter*innen bei ihren Vorschlägen im Wesentlichen auf das Standardwerk des Austrian Panel on Climate Change (APCC), den Österreichischen Sachstandsbericht Klimawandel (2014), sowie zahlreiche einschlägige Forschungsarbeiten, die von ExpertInnen der Klimawandel- und Transformations-Forschung in Österreich und in anderen Ländern durchgeführt wurden. Der Sachstandsbericht Klimawandel und andere Publikationen des CCCA diskutierten im Sinne der Berichte des Weltklimarates IPCC und in Übereinstimmung mit ihrem Rollenverständnis als WissenschafterInnen notwendige und mögliche Optionen, schlagen aber keine spezifischen Maßnahmen vor. In diesem Sinn verwiesen die Klimawissenschafter*innen darauf, dass die Berücksichtigung evidenzbasierter Zusammenhänge in der KES die Qualität auf aufbauender späterer Umsetzungspläne deutlich anheben kann. 

BewusstseinGesellschaftNachhaltigkeitZukunft

Evelyne Huber • 2018-04-19


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