Dr. Klaus-Uwe Gerhardt / pixelio.de

Österreichische Unternehmen sind für die Herausforderungen der Zukunft in den Bereichen verantwortungsvolles Wirtschaften, Nachhaltigkeit und Umwelt- und Klimaschutz bestens aufgestellt.  Zu diesem Ergebnis kommt der TRIGOS Barometer Zukunftsfähigkeit, eine vom SORA Institut durchgeführte Studie, die am 26. Februar 2020 im Zuge eines Pressegespräches in Wien vorgestellt wurde. Analysiert wurden erstmals die wichtigsten Handlungsfelder und Herausforderungen für nachhaltig wirtschaftende Unternehmen.

Wie analysierte die Studie?

Untersucht wurden Maßnahmen, Strategien und Motivationen von insgesamt 244 Unternehmen. Verbindendes Element der online befragten Führungskräfte war, dass die teilnehmenden Unternehmen überdurchschnittlich stark auf Nachhaltigkeit setzen und als besonders zukunftsfit einzustufen sind. Diese nachfolgende Basis diente der Definition:

Zukunftsfähige Unternehmen und Organisationen begreifen sich als Teil eines großen Ganzen. In ihrem Kerngeschäft agieren sie verantwortungsvoll im Umgang mit Ressourcen und handeln im Sinne der nächsten Generationen. Hinter diesen Unternehmen stehen Menschen, die sich schon heute mit den Herausforderungen von morgen beschäftigen. Sie gehen offen und mutig auf Neues zu und passen flexibel ihre Strategie an. Mit ihrem Tun tragen sie zur Lösung relevanter gesellschaftlicher und ökologischer Herausforderungen bei. Aus diesen definierten Punkten wurde dann eine Matrix mit nachfolgenden fünf Themenfeldern entwickelt:

  • Strategie & Kerngeschäft
  • Führung & Kultur
  • Resilienz & Innovation
  • Umwelt & Ressourcen
  • Gesellschaft & Wertschöpfung (Umfeld)

Zentrale Ergebnisse der Studie

Wesentliches Fazit der erstmals in Österreich durchgeführten Analyse: Unternehmen, die maßgebliche Schritte im Bereich Nachhaltigkeit setzen, sind besonders offen für Innovation und neue Ideen, verstehen sich als Impulsgeber für Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft und zählen nachweislich zu den zukunftsfähigsten Unternehmen unseres Landes.

Winfried Moser vom Sozial- und Meinungsforschungsinstitut SORA, welches die Studie durchgeführt hat, sagt über die zentralen Ergebnisse der Studie: „77 Prozent der Unternehmen sagen, sie richten ihr Kerngeschäft strategisch nach Klima- und Umweltschutz-Themen aus. Das ist ein Prozentsatz der überraschend hoch war. Das Zweite was wir sehen: Es ist nicht so, dass die Betriebswirtschaft wichtiger ist, als die Wertorientierung. Da haben wir zum Beispiel die SDGs, die Sustainable Development Goals der UN. Auch hier sind es 67 Prozent  der Unternehmen die sagen, sie richten ihr Kerngeschäft strategisch daran aus. Das heißt, die Unternehmen sind insgesamt progressiver, als wir es uns erwarten.”

Detailliertere Ergebnisse:

  • Nachhaltiges Wirtschaften verstärkt Zukunftsfähigkeit,
  • zuversichtliche, zukunftsfitte Unternehmen agieren in der Regel nachhaltiger,
  • sie sind innovationsfreudig
  • sie verstehen sich als gesellschaftlich und umweltpolitisch wirksam,
  • sie fühlen sich für die Herausforderungen in ihren – häufig in starkem Umbruch befindlichen – Märkten gut gerüstet,
  • sie sind pro-aktiv,
  • sie sehen möglichen Krisen optimistisch entgegen,
  • Klima- und Umweltschutz haben für die strategische Ausrichtung des Kerngeschäftes einen zentralen Stellenwert,
  • die Auseinandersetzung mit den UN-Nachhaltigkeitszielen (SDGs) und deren Integration ins Kerngeschäft haben hohe Relevanz.
  • Zusammenhang zwischen Wertekultur und Zukunftsfähigkeit – zuversichtliche Unternehmen arbeiten an ihren Werten bzw. Arbeit an Werten macht zuversichtlich.

Aktives Engagement im Bereich Nachhaltigkeit zahlt sich aus

Aktives Engagement im Bereich Nachhaltigkeit zahlt sich aus für Unternehmen gleich auf mehreren Ebenen aus, so die Studie:

  1. Es bringt ökonomischen Nutzen – in Form von Kostensenkung, Risikominimierung und Stärkung der Marktposition. Es zeigt „blinde Flecken“ und Verbesserungspotenziale im Unternehmen und verbessert die Einstellung in Bezug auf Innovation und zukünftige (Markt-) Umbrüche.
  2. Es bringt strategischen Nutzen – in Form von Reputation, Vertrauensgewinn und erhöhten Imagewerten.
  3. Und nicht zuletzt kulturellen Nutzen – über motivierte MitarbeiterInnen, Steigerung von Leistung und Verbesserung der Unternehmenskultur.

Über den TRIGOS

Der TRIGOS ist die renommierteste österreichische Auszeichnung für verantwortungsvolles Wirtschaften und wird 2020 zum 17. Mal vergeben. TRIGOS versteht sich als Motor für Unternehmensverantwortung und nachhaltige Innovation in der österreichischen Wirtschaft und gibt jenen Unternehmen eine Bühne, die eine zukunftsfähige Gesellschaft aktiv mitgestalten.

Gesprächspartner beim Pressegespräch waren die führenden Vertreter der TRIGOS Trägerorganisationen, wie Michael Landau (Präsident, Caritas Österreich), Mariana Kühnel (Generalsekretär-Stellvertreterin, Wirtschaftskammer Österreich), Peter Koren (Vize-Generalsekretär, Industriellenvereinigung), Franz Maier (Präsident, Umweltdachverband), Gerald Schöpfer (Präsident, Österreichisches Rotes Kreuz), Winfried Moser (Sozial- und Meinungsforschungsinstitut SORA) und Gabriele Faber-Wiener (Center for Responsible Management).

Quellen:

Foto: Dr. Klaus-Uwe Gerhardt  / pixelio.de

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