Nachhaltigkeitskommunikation

Journalismus und Beratung für nachhaltige Entwicklung. Von Evelyne Huber und Claus Reitan.

Die Europäischen Toleranzgespräche 2017

Gerhard Kampitsch / Denk.Raum.Fresach

Anlässlich des 500-jährigen Jubiläums der Reformation wurde dem Reformer Martin Luther bei den dritten Europäischen Toleranzgespräche 2017 besondere Bedeutung eingeräumt und religiöse Freiheit und Unfreiheit thematisiert. Beim Auftakt zum Thema „Luther und die Freiheit – Was bleibt von der Reformation?“ am 1. Juni 2017 moderierte Claus Reitan die Diskussion.

Gerhard Kampitsch / Denk.Raum.Fresach

Panelists waren die evangelische Theologin Maria Katharina Moser, der katholische Priester und Vorsitzende der Bischöflichen Kommission für Spiritualität Msgr. Helmut Gfrerer, der Vorsitzende der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Kärnten Esad Memic und die Schauspielerin, Autorin und Kommunikationstrainerin Elisabeth Schrattenholzer.

Die Europäischen Toleranzgespräche

werden aus Mitteln der EU, des Bundes und des Landes Kärnten unterstützt. Wesentliche Förderer sind ebenso die Stadt Villach und die Evangelische Kirche Österreich. 2017 stand „Die Zukunft der Freiheit und die Folgen der Globalisierung“ auf dem Programm, neben der Religionsfreiheit und der Meinungs- und Versammlungsfreiheit standen am Unternehmerinnentag in Fresach der Freihandel, Freie Märkte und unternehmerische Freiheit vs. Bürokratie auf der Agenda.

Die Toleranzgespräche sind nicht nur ein Forum für Austausch, sondern eine wertvolle Gelegenheit zur gegenseitigen Ermutigung, tapfer aufzustehen und sich für die Freiheit einzusetzen. Dies sagte Manfred Sauer, Superintendent der Evangelischen Kirche in Kärnten und Osttirol und Obmann des Veranstalters Denk.Raum.Fresach in seiner Keynote.

Das Dialogforum 2017 reichte von Kino- und Theaterpremierem über Workshops, Panel-Diskussionen und Lesungen bis hin zum Bürgerdialog und dem gemeinsamen Toleranzfrühstück für Autoren und Bürger. Zu den Referenten des vielfältigen Programms zählten u.a. Presse-Kolumnistin Anneliese Rohrer, der Psychoanalytiker Klaus Ottomeyer, Osteuropa-Experte Vedran Dzihic, die Beauty-Unternehmerin Katia Wagner, Bestseller-Autor Jürgen Roth und viele mehr.

Lange Nacht der Freiheit

Auf die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wartete in diesem Jahr auch eine echte Premiere: In der „Langen Nacht der Freiheit“ vom 1. auf 2. Juni 2017 wurde eine vielstimmige Literaturbotschaft in Form von Gedichten und lyrischer Prosa präsentiert. Autorinnen und Autoren aller Kontinente lasen aus ihren Werken – in der jeweiligen Muttersprache. Die Idee dazu  entwickelte und realisierte der Österreichische PEN-Club, der in Fresach das siebzigjährige Jubiläum seiner Wiedergründung mit einer Multimedia-Installation feierte.

Die Freiheits-Charta

Am abschliessenden Tag wurde in einem intensiven Bürgerdialog erarbeitet, was für die „Zukunft der Freiheit“ wichtig ist. Es entstand die „Fresacher Freiheits Charta“. Dieses zweiseitige Dokument gliedert sich in drei Kapitel: Persönliche Freiheit, Politische Freiheit und Religiöse Freiheit. Die Charta soll in den nächsten Wochen der Landesregierung in Klagenfurt, Vertretern der Bundesregierung in Wien und später dem Europäischen Parlament in Brüssel vorgelegt werden.

Alle Mitschnitte und Videos: fresach.awm.at/2017
Programm und Details: www.fresach.org
Pressetexte und Fotos: www.pressetext.com

BewusstseinGesellschaftKommunikationNachhaltigkeitZukunft

Evelyne Huber • 2017-06-04


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